Röteln
Erreger der Röteln (oder Rubella) ist das Rötelnvirus. Es gehört zur Familie der Togaviridae und zur Gattung der Rubiviren und ist ein behülltes Einzelstrang[+]-RNA-Virus. Man bezeichnet den Erreger auch als Rubellavirus. DiagnostikDie Diagnostik der Viren erfolgt durch Virusisolierung, RNA- und Antikörpernachweis. Man unterscheidet drei Möglichkeiten des Infektionszustandes:
BehandlungDa es eine Viruserkrankung ist, helfen Antibiotika nicht, sodass nur die Symptome behandelt werden können. Bei starkem Fieber werden fiebersenkende Mittel oder Methoden angewandt, bei starkem Krankheitsgefühl ist Bettruhe angesagt.KomplikationenWährend der ersten Wochen der Schwangerschaft ist eine Rötelninfektion fatal, da diese zu starken Missbildungen des Foeten führen kann. Daher gehört die Untersuchung auf Röteln zur Mutterschaftsvorsorge.(Hierzu siehe Röteln während der Schwangerschaft)Häufigkeit und ProphylaxeDie Rötelninfektionskrankheit ist weltweit verbreitet mit eher niedriger Kontagiosität. Da der Mensch der einzige Wirt des Virus ist, bekommt sie in dichteren Populationsgebieten hohe Bedeutung. Die unvollständige Durchimpfung der Bevölkerung kann zu sporadischen und epidemischen Infektionen bei Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen führen. Bei Vorschuluntersuchungen von 2000 bis 2002 waren rund 86% der Kinder geimpft. Früher behalf man sich zum Teil mit sog. Rötelparties, damit sich die eingeladenen jungen Mädchen ansteckten. Experten hingegen warnen vor solchen Aktionen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Schutzimpfung aller Kinder ab 12. Lebensmonat, eine Wiederholungsimpfung möglichst im 2. Lebensjahr, der Mindestabstand zur ersten Impfung beträgt 1 Monat, außerdem eine Impfung aller seronegativen (kein IgG nachweisbar) Erwachsenen.Literatur
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